Umherirren in den Weiten des Netzes

Wie sich die Welt verändert – nach den bereits erwähnten paar Monaten außerhalb der Blogosphäre fällt es mir doch schwer, mich wieder zurecht zu finden.

Meine alte Blogroll liegt irgendwo in den Untiefen eines Backups, und beim Versuch, neue Lieblingsblogs via blogg.de zu finden, ist es ganz schön anstrengend, all die kleinen Intimitäten auszusieben, die man selbst als Teenager in sein Tagebuch schrieb.

Blogging ist – wie wahrscheinlich alle außer mir schon längst bemerkt haben – nun also wirklich und endgültig Mainstream. Und größtenteils nicht das „Qualitätsblogging“ in Form eines alternativen Journalismus – ihr wisst schon, die Art Blog, die ich (und 100 Andere) gerne machen würde, wenn ich nicht so gottverdammt faul wäre, nein, das Netz gehört den LiveJournal-Klonen, in denen tausend Teenies ihren Liebeskummer beklagen.

An sich nicht schlimm, und für Psycho-, Sozio-, Anthropo- und was weiß ich noch für logen sicher hochinteressant – aber als frisch Heimgekehrter wäre mir die kleine aber feine Weblog-Gemeinde der letzten paar Jahre doch lieber gewesen…

Ich werd trotzdem mal anfangen, ein paar Lieblinge abseits von Schockwellenreiter und Co zu sammeln. Es muss in diesem enormen Heuhaufen doch ein paar Perlen geben… (Ja, ich weiß, Mixed Metaphor – na und?)

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