Archive for Juli, 2005

Was ist bedenklicher?

Dienstag, Juli 12th, 2005

Dass ich an einem Sonntag Morgen aus einem Traum über neue Apple-Produkteinführungen aufwache, oder dass mein erster Gedanke nach dem Aufwachen ist: „Das muss ein Traum gewesen sein- Apple führt neue Produkte immer Dienstags ein“?

Ich sollte mal über meine Prioritäten nachdenken…

Ein bisschen Perspektive

Samstag, Juli 9th, 2005

Im Drunkenblog finden sich – neben der stetig größere Kreise ziehenden Kuh-Aktion – auch etwas praktische Alltagsphilosophie:

When you are sitting there having a drink, and people walk in and sit down, you ask them how they’re doing and where they’re from, and it’s all good. You don’t ask if they’re a republican or democrat, if they voted for the angry little elf or one of the skull-and-bones-candidates, or whether whether they think Apple was robbed or Microsoft really brought personal computing to the world.
If you were to be asking those things, you’d be asking because you wanted to know if they were one of you, and not because you really wanted to know them.

And it’s almost all like that online, everywhere you go, and I suppose a lot of people like it that way. Some of it is that way because it’s just natural — age-old tribalism — and some of it is convenience, and some of it are probably things that my brain isn’t able to wrap itself around right now.
In contrast, when it comes to sitting down and having a drink, all you really care about is whether or not the person is being an asshat, and the differences between you are often what really make everything interesting, not the other way around.

So here’s this guy named Jon, who somehow found my site, and somehow got it into his head to run around a city in Israel with a Cow, for the birthday of a guy an ocean away, whom he knows and is connected with via only a supped-up version of the tin-can radios we had as kids.

I don’t care that Jon uses Windows, and I doubt Jon cares that I usually gravitate towards Macs or Linux, but we both like technology and both think The Cow is amusing.

Chances are, we’d both enjoy a drink together too, and chances are while drinking we’d find out more things we had in common while laughing about what makes us different, and there’s probably something important in there somewhere.

Das Denglisch der Marketingmenschen…

Samstag, Juli 9th, 2005

…bleibt uns erhalten – dazu muss man sich nur mal diesen Artikel bei DWDL antun:

Zur Kategorie „Special Creation“ gehören […] beispielsweise die Splitscreen-Variante „Move Split“ oder Gewinnspiele. Die Kategorie „Exclusive Position“ fasst alle Werbeformen zusammen, die sich durch eine exklusive Positionierung auszeichnen wie Einzelspots oder content-nahe Splitscreens.

Außerdem haben sich IP Deutschland und SevenOne Media geeinigt, diejenigen Sonderwerbeformen, die beide Vermarkter im Portfolio haben, identisch zu benennen. Dazu zählen […] unter anderem […] die Splitscreen-Varianten „Move Split“ und „Program Split.“

Dr. Andrea Malgara, Geschäftsführer Marketing & Research SevenOne Media: „Special Ads kommen immer häufiger als Verstärkung klassischer Kampagnen zum Einsatz.[…]“


Ah, ja. Zuerst dachte ich ja, die männliche Form „Geschäftsführer“ für Dr. Andrea Malgara würde auf einen weiteren Kontaktverlust zur deutschen Sprache hinweisen, aber es handelt sich tatsächlich um einen Mann – er wurde nämlich in Italien geboren, wo „Andrea“ ein gebräuchlicher männlicher Vorname ist.

Instrumentalisierung von Terror

Samstag, Juli 9th, 2005

Die Stör-Signale nehmen mir die Worte aus dem Mund:

Otto Schily:

Die Bombenanschläge in London sind in furchtbarer Weise Ausdruck der aktuellen Bedrohung durch den internationalen Terror. Ein Aspekt der Terrorbekämpfung ist die Sicherheit von Reisedokumenten.

Ich weiß bei solchen Argumenten nie, ob daraus Dummheit oder Hinterhältigkeit spricht.

Wie ein biometrischer Ausweis der Bundesrepublik Deutschland die Bombenanschläge von London verhindert hätte, bleibt weiter ungeklärt.

Schlauer, oder ehrlicher, ist der britische Innenminister Clarke, der in einem BBC-Interview heute morgen sagte, eine ID-Karte hätte die gestrigen Anschläge nicht verhindern können. (Siehe auch: rabenhorst)


Ich werd mir jedenfalls noch rechtzeitig vor dem Herbst einen alten Reisepass holen – der ist zwar auch schon maschinenlesbar, aber wenigstens die nächsten 10 Jahre noch ohne Fingerabdrücke und ähnlichen Müll.

Links zu den Anschlägen in London

Donnerstag, Juli 7th, 2005

So eine Liste wollte ich auch machen, aber ich war (mal wieder) zu langsam. Mein Beileid geht an alle Betroffenen und Angehörigen.

Für Informationen aus dem professionellen Nachrichtenbereich empfehle ich die Webseite der BBC zu den Explosionen in London. Die BBC hat auch eine Art Reporter-Blog zu den Ereignissen.

Sehr detaillierte und akkurate Informationen gibt es bei Wikinews in deren Bericht über die Anschläge in London.

Auch die Blogosphäre quillt über vor Berichten aus erster, zweiter und dritter Hand.

Beispiele aus Deutschland: it&w, Der Schockwellenreiter; London: The Cartoonist, Konstantin, verschiedene Augenzeugen beim Guardian.

Einige Berichte sind per IRC bei Joi Ito angekommen.

Bei Flickr gibt es zahlreiche Bilder im London Bomb Blast Pool, in der Gruppe London Explosions, sowie unter den Tags Bombs und Blast zu sehen.

Technorati kann man Beiträge mit den Tags London Explosions, London Blast und London Bomb finden.

(Via: Stör-Signale)

Euphemismen

Donnerstag, Juli 7th, 2005

Neulich beim Telefonat mit einer Mobilfunk-Betreiber-Hotline, weil ein Gewitter deren Sendestationen gegrillt hatte:

„Unser Netz ist nicht anfälliger als das der Konkurrenz – nur sensibler.“

—-

Neue Bezeichnung des ZDF für die Zuschauer ab 50:

„Aktive Mitte“

Pawlow im Computerzeitalter

Samstag, Juli 2nd, 2005

Das regelmäßige Blinken des DVD-Brenners beim Schreiben macht mich nervös – ist noch ein Relikt aus der Zeit als so ein Blinken bei der 1541 nichts Gutes bedeutete.

Tja – sein erstes Wechselspeichermedienlaufwerk vergisst man eben nie – oder so…

Die passende Frage des Tages…

Freitag, Juli 1st, 2005

…kommt vom ddm-talkradio:

Warum kann unser Bundestag sich nicht einfach selbst auflösen? Jede Kopfschmerztablette kriegt das hin!