Alles muss raus

Zumindest alle Informationen: Nachdem der „Piano-Man“ vier Monate geschwiegen hat bevor er seine Identität preisgab, bemüht sich der „Spiegel“ nun darum, wirklich jedes Fitzelchen bekannt zu machen: In einem Artikel (aus den ich aus nachvollziehbaren Gründen nicht verlinke) finden sich Angaben von so großem öffentlichen Interesse wie:

Er hat eine Internet-Adresse, xxxxxxxxxxxxx@web.de
[…]
Der Fluchtpunkt heißt Saarbrücken […] Andreas G. hat sich dort eine Zivildienststelle besorgt, bei der xxxxx GmbH, in einem Wohnheim an der Straße xxxxxxx
[…]
Auch nicht in dem Apartmenthaus an der xxxxxxstraße xx, in dem er gemeldet ist[…]

Und richtig geraten – die Stellen, bei denen hier xxxxx steht, sind im Original nicht zensiert.

Was soll das? Ich kann ja noch nachvollziehen, dass die Medien im Privatleben des Mannes bohren, aber welchen Nutzwert hat so ein Stasi-Bericht mit detaillierten Angaben zu Aufenthaltsorten, Miete und Ähnlichem? Und vor allem: Wo bleibt da die Privatsphäre?

Der Mann hat vier Monate geschwiegen – als Resultat wird nun mehr an die Öffentlichkeit gezerrt als er es wohl jemals wollte.

Comments are closed.