Sprachforschung

Ich hatte mich ja schon immer etwas darüber gewundert, dass anscheinend der Rest der Welt die Redewendung „wie die Faust aufs Auge passen“ genau anders herum verwendet als ich es tue: Ich hatte es immer nur als „das passt gar nicht zusammen“ kennen gelernt. Heutzutage jedoch wird es i.d.R. mit der Bedeutung „das passt ganz toll zusammen“ verwendet.

Die TVBlogger setzten jetzt noch einen drauf und schrieben:

Es gehört wie die Faust auf das Auge: Dinner for One am Silvesterabend

Nun war ich mal neugierig genug, nachzugooglen. Und siehe da, der Duden ist sehr salomonisch:

Mit dem Vergleich wurde zunaechst ausgedrueckt, dass etwas ueberhaupt nicht zu etwas passt: Faust und Auge passen nicht zusammen, weil es hoechst unangenehm ist, einen Faustschlag aufs Auge zu bekommen. Durch haeufigen ironischen Gebrauch entwickelte sich die gegenteilige Bedeutung.

So können alle zufrieden sein, denn selbst unsere Sprachwächter erlauben beides. (Dass die TVBlogger allerdings die Meinung vertreten, die Faust gehöre sogar aufs Auge, finde ich nun doch etwas beängstigend…)

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