Bildqualität auf LCD-Fernsehern

Da diese Weihnachten bestimmt wieder viele LCD-TVs verschenkt wurden, wird sich inzwischen der eine oder andere Beschenkte verwundert die Augen reiben, wenn er/sie sieht, wie mies das Bild verglichen mit der alten Röhre doch aussieht.

Woran liegt’s? Die Kaufberatung bei dooyo fasst es schön zusammen:

Neue LCDs und Plasma-Schirme setzen auf HDTV (kurz: HD). 2005 noch die Ausnahme, ist HDTV bei hoch auflösenden Fernsehern inzwischen Standard. […] HDTV-Bilder haben mindestens 1080 Zeilen interlaced, d. h. in Halbbildern (1080i) und 720 Zeilen progressive, d. h. in Vollbildern (720p) – […] Das heißt aber auch, dass HDTV-fähige Geräte ihren Bildprozessor aktivieren müssen, um die Quellsignale auf ihre eigene Auflösung zu skalieren, d. h. intern umzurechnen.

Dieses Umrechnen kann Bildqualität kosten. Ein LCD-Fernseher beispielsweise mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln ist mit seien 540 Vollbild-Zeilen nicht HDTV-fähig. […] Speist man diese Geräte mit HDTV-Signalen, also etwa von einem HD-ready-DVD-Spieler, rechnet er die 720 Zeilen in seine eigene, native Auflösung um. Umgekehrt müssen HD-ready-fähige Flach-TVs bei PAL-Bildern mit 576 Zeilen die niedrige PAL-Auflösung auf die native HDTV-Auflösung hochrechnen. Dieses Umrechnen von Halbbildern auf Vollbilder wird Deinterlacing genannt und ist technisch durchaus anspruchsvoll. Und gerade damit haben Flachfernseher desöfteren ihre liebe Not. So kommt es, dass Flach-TVs zwar bei HDTV brillante Bilder liefern, bei PAL-Fernsehen, sprich bei Tagesschau und Sportschau, oft verrauschte Bilder hinbekommen.

Kurz gesagt: Solange sich hierzulande kein HDTV etabliert, hat man beim normalen TV-Gucken nicht viel von den teuren Kisten. (Es sei denn man schließt eine der neuen Spielkonsolen oder einen HD-DVD- oder BluRay-Player an. Auch DVDs können schon etwas profitieren.)

Ach ja, was die hiesige HDTV-Zukunft angeht, hat DWDL keine guten Nachrichten

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