Zum Glück gezwungen

Ich bin ja ein erklärter Freund der öffentlich-rechtlichen Sender. Klar, es gibt ne Menge, über das man zurecht meckern kann: Geldverschwendung durch viel zu viele unnötige Digitalkanäle, absurdes Gebaren der GEZ, Sponsoring an der Grenze zur Schleichwerbung bei Gottschalk und Co, etc. Dennoch: Ein System, das uns arte, Phoenix, „Berlin, Berlin“, den „Tatort“ und ab heute Abend die zweite Staffel von KDD beschert, hat durchaus seine Vorzüge. Aber dann, immer wieder, leistet man sich in den Sendeanstalten Klöpse, über ich nur mit dem Kopf schütteln kann.

So schreibt heute DWDL, innerhalb der ARD gebe es Leute, die ein komplettes Werbeverbot für die ÖR mit folgender Begründung ablehnten:

[D]urch das werbefinanzierte Vorabendprogramm [sei die ARD] gezwungen, Programme zu machen, mit denen man bei jüngeren Zuschauern landen kann.
[…]
Sollte dies mittelfristig nicht gelingen, besteht die Gefahr, dass ARD und ZDF aus dem Blickfeld der jüngeren Generationen verschwinden und dadurch den Öffetntlich-Rechtlichen [sic] die Zuschauer regelrecht aussterben.

Bitte was?

Schon klar, denn ohne finanziellen Anreiz durch die Werbebranche wäre es ja gar nicht möglich, ja geradezu undenkbar, Programm für junge Zuschauer zu machen! Das klappt nur gegen Geld.

Ich bin nicht genug in der Materie drin, um sagen zu können, ob so ein komplettes Werbeverbot eine gute Sache wäre. Aber ich hab‘ noch genügend Gehirnzellen übrig, um offensichtlichen Unsinn zu erkennen…

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