Momente zum Im-Boden-Versinken

Ich gebe es offen zu: Ich kann nicht einparken. Ich komme aus einer Kleinstadt – wenn da eine Parklücke zu eng war, fuhr man einfach ein paar Meter weiter. Dazu kommt, dass ich nur ganz selten einen Wagen hier in Köln habe – in der Regel den meiner Eltern. Heute war so ein Tag.

Ich hatte eine Verabredung zum Frühstück, zu der ich mit dem Auto fuhr, weil ich danach noch etwas transportieren musste. Und ich hatte sogar Glück: Direkt vor der Haustür war eine Parklücke, doppelt so lang wie das Auto! Da komme sogar ich rein. Dachte ich…

Leider verkantete sich beim Einparken ein Hinterreifen am Bordstein. Was blieb zu tun: Mehrfaches Hin-und-Her-Geruckel, um die Reifen ordentlich zu positionieren. Ich ahnte schon, dass das von außen wahrscheinlich nicht gerade elegant aussah – und ein Blick aus dem Fenster bestätigte das: In einer gegenüberliegenden Autowerkstatt standen zwei Männer mittleren Alters in Mechaniker-Overalls und beobachteten mit unbeweglichen Mienen, wie ein Mensch mit auswärtigem Kennzeichen mehr als zwei Minuten brauchte, um in eine gigantische Parklücke zu rangieren.

Nach getaner Arbeit stieg ich aus und grüße knapp: „Morgen.“ Die beiden grüßten unbewegt zurück: „Morgen,“ und guckten weiter auf das eher schlecht als recht eingeparkte Auto. Da wusste ich: Hier kann ich kein Gesicht mehr wahren – hier hilft nur eines: Nichts wie ab ins Haus.

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