Archive for Oktober, 2008

Geschwindigkeitsanpassung

Donnerstag, Oktober 9th, 2008

Anders als Gallien laesst sich Neuseeland bekanntlich in nur zwei Teile unterteilen: Nord- und Suedinsel. Den Norden hab‘ ich ja in eher gemaessigtem Tempo bereist: 3 oder 4 Naechte pro Ort sorgten dafuer, dass ich die einzelnen Stopps in Ruhe in mich aufnehmen und erkunden konnte.

Fuer die Suedinsel hab‘ ich nun eine andere Option gewaehlt – einerseits, um etwas mehr zu sehen, andererseits aber auch, weil komplizierte Buservebindungen das Reisen auf eigen Faust ziemlich schwierig machen, wenn man keinen Wagen hat.

In Neuseeland gibt es naemlich eine Menge Firmen, die so eien Art Semi-Pauschalreisen fuer Rucksacktouristen anbieten: Der Bus faehrt eine festgelegte Runde, die einen zu den wichtigsten Sehenswuerdigkeiten bringt; man kann jederzeit irgendwo aussteigen, um an einem Ort laenger zu bleiben, und dann an einem anderen Tag wieder mit einem Bus der Firlma weiter zu fahren.

Auf diese Weise hab‘ ich in den letzten Tagen eine Menge gesehen:
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Irgendwo im Nirgendwo

Mittwoch, Oktober 8th, 2008

Nur ein ganz kurzer Eintrag, weil ich jetzt schon den dritten Tag in Folge auf der Suedinsel herumreise, wo Menschen selten und Internetzugaenge teuer sind. Mir geht es gut, das Wetter ist wechselhaft (ich hatte die aussergewoehnliche Gelegenheit, die sonnenreichste Ecke Neuseelands im Regen zu erleben…) und Motorbootfahren macht erstanlicherweise mehr Spass, als ich gedacht haette. Morgen geht es weiter zum Franz-Josef-Gletscher und danach bin ich in Queenstown, wo ich wahrscheinlich etwas bessere Internet-Moeglichkeiten habe und auch Fotos hochladen kann.

Neuseelaendische Kultur

Freitag, Oktober 3rd, 2008

So, hier mal ein Einblick in Neuseelands Kultur – das sehr empfehlenswerte Musik-Comedy-Duo „Flight of the Conchords“:

Ein weitres Lied gibt’s, wenn ihr den Beitrag in der Langfassung guckt, und noch mehr Videos gibt’s hier.
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Night Fever, Night Fever

Donnerstag, Oktober 2nd, 2008

Unser gaenzlich misstrauenswuerdiges Team von Testern hat bislang folgende Informationen ueber das Nachtleben in Neuseeland zusammentragen koennen:

  • Auckland: Eine gammelige Disco, die aussieht wie zu Abi-Zeiten, entfaltet nur unwesentlich mehr Anziehungskraft, wenn sie direkt neben der Unterkunft liegt.
  • Paihia: Hinter mancher unscheinbaren Touristenkneipe verbirgt sich eine echte Ueberraschung – da kann man schon mal spontan mit Neuseelaendern Musik machen (ich hab‘ mich nur bis zu den Bongos getraut – die anderen waren zu gut, als dass ich den Bass haette maltraetieren wollen), waehrend im Hintergrund die bereits erwaehnte Deutsche weiterhin anderen Deutschen erzaehlt, dass sie ueberall nur Deutsche trifft.
  • Rotorua: Die Unterkunft hat eine umfassende* Sammlung von DVDs.
    (*: „Umfassend“ heisst in diesem Zusammenhang: 5 Stueck, die allesamt vom Wuehltisch stammen und bestenfalls B-Movie-Qualitaet erreichen. Ist aber immer noch besser als die Grabesstille ausserhalb der Herberge.)
  • Wellington: Gut gefuellte Bar direkt neben der Herberge. Sehr zu empfehlen, wenn man auf uebergewichtige Touristinnen steht, die – nach eindringlicher Animation durchs Barpersonal – den Macarena auf den Tischen tanzen, wonach ihre maennlichen Gegenstuecke sich mit mehr oder weniger beaengstigenden Strip-Einlagen zo „Zou can leave zour hat on“ revanchieren. Ermittlungen dauern an – es soll eine Kneipenszene jenseits des Touri-Ghettos geben.

Schafe, Kiwis und viel Wind

Mittwoch, Oktober 1st, 2008

Heut hab ich mir mal Touristenattraktionen angetan: Zum einen eine herrlich abstruse Schafshow, in der 19 verschiedene Schafsorten vorgefuehrt und vorgestellt wurden, waehrend das Publikum applaudierte. Nun gut, auf einen Kiwi kommen im Schnitt 10 Schafe, so gesehen passt das als Attraktion schon.

Kiwis in diesem Zusammenhang sind uebrigend nicht die Voegel oder die Fruechte, sondern die Neuseelaender selber. Ueber Kiwi-Fruechte hab‘ ich aber auch einiges gelernt: Unter Anderem, das die aktuelle Inkarnation eine Zuechtung ist, die so erst seit ca. 150 Jahren existiert. (Der Vorgaenger war haariger.) Und Kiwi-Voegel konnte ich auch noch bewundern: Vollkommen abstruse und verflixt scheue Viecher – aber schoen knudellig. Beaengstigend: Kiwis sind ungefaehr huehnergross, aber ein Kiwi-Ei ist siebenmal so gross wie das eines Huhns. Auf den Menschen hiochgerechnet waere das, als wuerden Muetter ein Baby mit einem Gewicht von ueber 16 kg auf die Welt bringen – viel Spass dabei…

Kiwis koenenn nicht fliegen, weder Freuchte, noch Voegel, noch Menschen. Das haelt Letztere aber nicht davon ab, es zu versuchen – und das hab ich dann auch noch gemacht – das Ergebnis sah so aus:

Viel eleganter als ein flugunfaehiger Vogel stellte ich mich dabei offensichtlich auch nicht an – aber lustig war’s.

Das war’s auch schon in Rotorua, morgen geht’s weiter suedlich nach Wellington.