Let there be rock

Uluru – das ist der Aborigine-Name fuer Ayers Rock, der inzwischen offiziell die englische Bezeichung ersetzt hat – Uluru also ist das Klischeebild fuer Australien schlechthin. Anders als Kanegrus oder Koalas kann man ihn nicht in irgendwelchen Zoos bewundern, sondern nur indem man sich mitten in den trockensten Kontinent der Welt begibt.

Und das tun die Leute dann auch. Busweise trudeln sie aus dem Hoteldorf Yulara – einer Retortenstadt, die nur aus einem Besucherzentrum, Unmengen anm Hotels und ein paar teuren Geschaften besteht – am Morgen in der offiziellen Sonnanaufgangs-Betrachtungszone ein, um den offiziellen Sonnenaufgang zu betrachten. Abends wiederholt sich dassele Spiel auf der anderen Seite in der Sonneuntergans-Betrachtungszone; die Zeit dazwischen verbingt man entweder damit, um den Felsen drumherum zu laufen oder die Wuensche und Traditionen der Ureinwohner in den Wind zu schlagen, indem man draufkletter. (Interessanterweise stehen zwar ueberall Schilder „Please don’t climb Uluru“, trotzdem ist es immer noch moeglich und kostet noch nicht einmal etwas.)

Viel Touristenrummel also um einen ziemlich grossen Stein. Es waere zienlich leicht, der Ganzen Angelegenheit zynisch gegenueber zu stehen, wenn dieser verdammte Sein nicht so faszinierend waere, dass er jeden der 400 Kilometer wert ist, die man auf dem Weg dorthin durch die Wueste zurueckgelegt hat.

Schon von Weitem bietet der Felsen einen unverwecselbaren Anblick…
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…der sich zugegebenermassen auch fuer albernere Fotos anbietet:
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Aber wie verdammt gross dieses Ding ist, wird einem eigentlich erst klar, wenn man naeher heran geht, so nah, dass sich der Felsen fast in abstrakte Strukturen aufzuloesen scheint:

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Und wenn man dann am Abend mit den Massen zuguckt, wie die Sonne den Felsen rot faerbt, dann kann man irgendwie verstehen, dass so viele Leute hierher kommen und sich das alles angucken – auch wenn sie trotzdem im Bild stehen…

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