Noch einmal aus dem Vollen geschoepft

Inzwischen sind es ja nur noch zwei Tage bis ich wieder ins Flugzeug Richtugn Heimat steige, darum hab‘ ich in den letzten zwei Wochen noch einmal ganz kraeftig den Touristen raushaengen lassen. (Das klingt jetzt irgendwie latent pervers, ist aber ganz harmlos gemeint.)

In Adelaide leistete mir beim Sonnuntergang am Strand spontan ein Delfin Gesellschaft:

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In Melbourne verbrachte ich mehrere Tage bei den Australian Open, wo ich nicht nur Serena und Venus WIlliams im Doppel spielen sah, sondern auch ein merkwuerdiges Schild entdeckte. (Sollte das ein Kommentar zu den intellektuellen Faehigkeiten der Spieler sein?)

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Danach hab‘ ich mir dann noch einen extrem guten Platz bei einem Leonard Cohen-Konzert geleistet. Der Mann ist schliesslich 74 und seine letzte Tournee liegt 15 Jahre zurueck. Wer weiss, ob der nochmal auf die Buehne steigt.

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Das Konzert war uebrigens grossartig – nicht nur, dass Cohen trotz seines Alters (und trotz einer Tour, die inzwischen schon fast ein Jahr dauert) putzmunter auf die Buehne joggte, nein, er war auch mit spuerbarer Begeisterung bei der Sache und dabei stets ein gentleman alter Schule, der hoeflich und bescheiden den Hut zog, wenn einer seiner Musiker ein Solo ablieferte.

Seine Lieder sind ja bekanntlich textlastig, und er schaffte es oft genug, die Lieder so frisch rueberzubringen, dass das Publikum, das die Songs ja alle schon dutzendfach auf Platte gehort hat, trotzdem aufs Neue ueber die sanft ironischen Pointen in den Texten lachte. Kurz: Grosser Entertainer, der Mann – und umgeben von durchweg erstklassigen Musikern. Sehr gutes Konzert.

Danach ging es dann nach Sydney zum Autralia Day, dem hiesigen Nationalfeiertag. Normalerweise zeichnet der sich dadurch aus, das die Australier an allen moeglichen und unmoeglichen Orten einen Grill anschmeissen. Fuer dieses Mal war allerdings fuer den Morgen leichter Regen vorhergesagt worden, aber im Laufe des Tages sollte es aufklaren.

So sah ich am Abend aus:

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Trotzdem war der Tag ein schoener Beinahe-Abschluss: Am Morgen gab es das traditionelle Faehren-Rennen im Hafen. Vier ueber 40 Jahre alte Faehrschiffe (alle noch im Liniendienst) tuckern umgeben von einer Armarda kleiner Boote in Richtung Ziel. Es mag albern klingen, aber fuer mich hat es einen wunderbare naiven Charme: So viele Menschen, die an den Ufern und auf Bruecken stehen, so viele Leute, die sich in ihre eigenen Schiffe und Boote schwingen, gar nicht zu reden von denjenigen, die die ganze Logistik drumherum organisieren – und das alles fuer ein Rennen, bei dem es um absolut nichts Wichtiges geht – kein grosses Preisgeld, keine Karrieren. Ich mag sowas.

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Danach dann ein Tag voller Strassenkuenstler und -musiker in Sydney:

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Umd zum Abschluss ein beeindruckendes Feuerwerk:

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Nicht, dass ich nicht gerne noch laenger bliebe, aber was Abschiedprogramme angeht, ist das ein gar nicht mal so uebles.

One Response to “Noch einmal aus dem Vollen geschoepft”

  1. Antje sagt:

    Hallo, Jens!
    Stimmungsvolle Sonnenuntergänge,wunderbare Landschaft,rasantes Feuerwerk,verspielte Delphine,welch ein Land!!
    Dazu verwirrte Autobusse,Einbahnstraße zu Jesus und Umkleideräume für Primaten-passt zu schwarzen Schwänen.Danke für Deine Photos und Berichte,Gruß von uns allen