Archive for the ‘Medien’ Category

Recherche is was für Anfänger

Dienstag, März 25th, 2008

Man muss sich ja nicht mit allem auskennen – ich, zum Beispiel, schreibe für’s Fernsehen, bin keine Leuchte in Wirtschaftsangelegenheiten. Und Caspar Dohmen aus der SZ-Wirtschaftsredaktion scheint – diesem Artikel nach zu urteilen, keine beosntere Ahnung von der Medienbranche zu haben – oder zumindest nicht von den MMC-Studios, über die er hier schreibt.

Leider hielt er es offenbar auch nicht für nötig, sauber zu recherchieren oder wenigstens mal auf der Website der MMC vorbei zu schauen. Sonst hätte er womöglich gemerkt, dass „MMC“ niemals für „Magic Music Company“ sondern schon immer für „Magic Media Company“ gestanden hat. Oder dass die „Studios im Kölner Norden“, die sich als MIllionen grab erwisen, nicht schon 1991 sondern erst 1999 in Betrieb genommen wurden. (1991 öffneten die Studios in Hürth, südwestlich von Köln.)

Wie gesgat, ich kenne mich nicht aus in Wirschaftsdingen, deshalb hab‘ ich keien Ahnung,w eiviel von den restlichen Aussagen des Artikels stimmt – aber die Schlampigkeit in den Themenbereichen, mit denen ich mich auskenne, flößt nicht gerade Vertrauen ein…

Noch ein Grund, Oliver Pocher nicht zu mögen

Donnerstag, Februar 7th, 2008

Wer sich freiwillig vor den Karren irgendwelcher Produkte aus dem Hause „Bild“ spannen lässt, hat bei mir jeden Respekt verspielt.

Liebes Quotenmeter.de-Team,

Sonntag, Januar 27th, 2008

ich denke mal nicht, dass Jacques Steinberg von der New York Times erfreut darüber wäre, dass ihr seinen Artikel so gut wie abgeschrieben habt. (Trotz des kleinen Hinweises „Quelle: New York Times“ im Kasten an der linken Seite.)

Aber wenn ihr so etwas schon macht, dann passt doch wenigstens auf, dass eure Übersetzungen einen Sinn ergeben – vorzugsweise denselben, den der Originaltext hatte. Ich bin mal so freundlich, den Unsinn, den ihr da verzapft habt, zu berichtigen:
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Dieser Bericht dementiert sich in 3 Absätzen selbst

Freitag, Januar 25th, 2008

Da soll noch einer sagen, die Medien würden heutzutage keine Berichtigungen mehr abdrucken. Spiegel Online schafft es aktuell, den Anreißer eines Artikels gegen Ende desselben Artikes zu dementieren:

Zu Beginn heißt es:

Ein 16-jähriger Schüler aus den USA hat offenbar geplant, eine Passagiermaschine zu entführen und abstürzen zu lassen – über einem Popkonzert von „Hannah Montana“.

Drei Absätze weiter unten folgt dann:

Der FBI-Sprecher dementierte zugleich Berichte, nach denen der […] Junge ursprünglich vorgehabt habe, die Maschine […] in ein „Hannah Montana“-Konzert zu steuern.

Applaus für diese dialektische Leistung, die sich durchaus mit dem messen kann, was die Boulevard-Konkurrenz in Berlin so verzapft.

Eine kurze Bitte

Mittwoch, Januar 23rd, 2008

Könnte irgend jemand Joachim Kronsbein von Spiegel Online sagen, dass die CD-Infos, die iTunes findet, wenn man selbst Lieder einliest, nicht von iTunes selbst kommen, sondern aus der CDDB? Und dass die von Nutzern selbst gefüllt und auch von anderen Produkten als iTunes genutzt wird?

Dann passiert es ihm vielleicht nicht noch einmal, dass in einem Artikel zeigt, dass er nicht eine Minute auf Recherche verwandt hat…

Die üblichen Klischees über Soaps

Sonntag, Januar 20th, 2008

Man könnte den Eindruck gewinnen, Spiegel Online versuche mit Gewalt, sein Web 2.0.-Experiment „einestages.de“ ins Gespräch zu bringen – und sei es indem man offensichtlichen Unsinn veröffentlicht:Der Wortvogel zerpflückt einen mit Fehlern gespickten Beitrag des Technik-Redakteurs Matthias Kremp, und ich beiße auch mal wieder an – denn vor einigen Tagen hat Philipp Kohlhöfer, ebenfalls Profi-Journalist, eine Kolumne zum Thema Fernsehen und Soaps online gestellt. Die enthält nun so viele Hinweise darauf, dass der Autor keine Ahnung vom Thema hat, sondern schlichtweg beliebte Vorurteile nachplappert, dass ich mich doch näher damit auseinandersetzen mag.
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Warum man Uri Geller auf Pro7 nicht schauen muss

Sonntag, Januar 6th, 2008

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich die Uri Geller-Show auf Pro7 anzusehen: Hier ist ein Video des US-Zauberküstlers James Randi, das detailliert erklärt, wie Gellers Tricks ganz ohne übernatürliche Kräfte auskommen. (Nach der Veröffentlichung auf YouTube versuchte Geller übrigens ganz prosaisch (und erfolglos) per Gerichtsbeschluss, die Verbreitung zu untersagen – seitdem steht es zusammen mit anderen Videos ganz offiziell fü Download und Verbreitung zur Verfügung.)

Hello, Mike!

Dienstag, Januar 1st, 2008

Bei den Fünf Filmfreunden gefunden. Mal sehen, ob dieses Revival besser klappt als das der Bionic Woman.

„Dinner for One“ oder: Why only on New Year’s Eve?

Dienstag, Januar 1st, 2008

Jedes Jahr zu Silvester das gleiche Spiel: „The same procedure as every year“ eben. Und fü mich in diesem Jahr die Frage: Wenn offensichtlich Millionen Zuschauer kein Problem damit haben, einen kompletten Sketsch auf Englisch und ohne Untertitel zu verfolgen, wieso traut sich RTL2 dann nicht einmal, bei „Heroes“ Hiro wie im Original Japanisch mit Untertiteln sprechen zu lassen? (Vor allem, da es dramaturgisch wichtig ist, dass er eine andere Sprache spricht als die Leute um ihn herum…)

Angst, dass das deutsche Publikum zu blöd ist, um ein paar Untertitel pro Folge zu lesen? Die Reaktionen bei den hiesigen Fans ließen seinerzeit natürlich nicht auf sich warten.

Warum tun Sender sowas? Das kluge Publikum gibt es schon, aber wenn man seine Zuschauer oft genug für dumm verkauft, bleiben irgendwann auch nur noch die Dummen übrig…

Tränen-Junkies im ZDF

Sonntag, Dezember 30th, 2007

Heute im ZDF beim Skispringen: Nach dem extra rührseligen Ende eines Nachrufs auf den ehemaligen Skispung-Trainer Reinhard Heß, der Heiligabend starb, schneidet die Regie auf Sven Hannawaldts Augen – bildschirmfüllend. Frei nach dem Motto: Wenn da eine Träne ist, dann zeigen wir sie. Pietät war gestern.

Ich könnt kotzen.